Öffentliche Beschaffung wird nachhaltig
Seit April 2009 ist das „Gesetz zur Modernisierung des Vergaberechts“ in Kraft, welches die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien bei der Auftragsvergabe durch die öffentliche Hand ausdrücklich zulässt.
Viele zivilgesellschaftliche Akteure treten schon seit längerer Zeit an die öffentlichen Verwaltungen heran und fordern, beraten aber auch bei der Implementierung von ökologischen und sozialen Kriterien in Ausschreibungen.
Nachdem rechtliche Unsicherheiten ausgeräumt sind, treten nun zunehmend auch wirtschaftliche
Aspekte in den Vordergrund. Güter aus nachhaltiger Produktion können kaum günstiger sein als konventionelle Ware. Dennoch kann ihr Einsatz erhebliche Einsparungen und Standortvorteile mit sich bringen. Darüber hinaus kann eine nachhaltige Beschaffung auch helfen, wesentliche Politikziele zu erreichen und umzusetzen: fisalpolitische Ziele oder die Umsetzung von umwelt-, gesundheits- oder entwicklungspolitischen Zielen.
„Nachhaltige Beschaffung“ ist für die öffentliche Hand keine neue Thematik. Unzählige Beschlüsse auf Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verzichten (bspw. Magna Charta Ruhr 2010) oder Produkte aus dem Fairen Handel bei öffentlichen Ratssitzungen zu verwenden, sind inzwischen weit verbreitet und anerkannt. Institutionell finden solche Ansätze Unterstützung durch Projekte, wie den „Hauptstadtwettbewerb des Fairen Handels“ der „Servicestelle Kommunen in der Einen
Welt“ und „Fair Trade Towns“ oder „Zukunft Einkaufen“ der Kirchen.
Diese Tagung will die bestehenden Ansätze aus Kirche und Verwaltung aufgreifen und fortführen. Innovative Ansätze zur nachhaltigen Beschaffung und zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen werden vorgestellt und beraten. In insgesamt acht Foren soll ein
intensiver Austausch entstehen und über mögliche Tools beraten werden, die zur Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie in den eigenen Einrichtungen erforderlich ist. Die Veranstalter laden Sie herzlich ins Stadtweinhaus der Stadt Münster ein:
Brigitte Binder, Evangelischer Entwicklungsdienst
Dr. Klaus Reuter und Eva Pier, LAG 21 NRW
Uwe Wötzel, ver.di
und Peter Bednarz, Evangelische Akademie Villigst, Schwerte
Hier das Programm.
Seit April 2009 ist das „Gesetz zur Modernisierung des Vergaberechts“ in Kraft, welches die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien bei der Auftragsvergabe durch die öffentliche Hand ausdrücklich zulässt.
Viele zivilgesellschaftliche Akteure treten schon seit längerer Zeit an die öffentlichen Verwaltungen heran und fordern, beraten aber auch bei der Implementierung von ökologischen und sozialen Kriterien in Ausschreibungen.
Nachdem rechtliche Unsicherheiten ausgeräumt sind, treten nun zunehmend auch wirtschaftliche
Aspekte in den Vordergrund. Güter aus nachhaltiger Produktion können kaum günstiger sein als konventionelle Ware. Dennoch kann ihr Einsatz erhebliche Einsparungen und Standortvorteile mit sich bringen. Darüber hinaus kann eine nachhaltige Beschaffung auch helfen, wesentliche Politikziele zu erreichen und umzusetzen: fisalpolitische Ziele oder die Umsetzung von umwelt-, gesundheits- oder entwicklungspolitischen Zielen.
„Nachhaltige Beschaffung“ ist für die öffentliche Hand keine neue Thematik. Unzählige Beschlüsse auf Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verzichten (bspw. Magna Charta Ruhr 2010) oder Produkte aus dem Fairen Handel bei öffentlichen Ratssitzungen zu verwenden, sind inzwischen weit verbreitet und anerkannt. Institutionell finden solche Ansätze Unterstützung durch Projekte, wie den „Hauptstadtwettbewerb des Fairen Handels“ der „Servicestelle Kommunen in der Einen
Welt“ und „Fair Trade Towns“ oder „Zukunft Einkaufen“ der Kirchen.
Diese Tagung will die bestehenden Ansätze aus Kirche und Verwaltung aufgreifen und fortführen. Innovative Ansätze zur nachhaltigen Beschaffung und zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen werden vorgestellt und beraten. In insgesamt acht Foren soll ein
intensiver Austausch entstehen und über mögliche Tools beraten werden, die zur Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie in den eigenen Einrichtungen erforderlich ist. Die Veranstalter laden Sie herzlich ins Stadtweinhaus der Stadt Münster ein:
Brigitte Binder, Evangelischer Entwicklungsdienst
Dr. Klaus Reuter und Eva Pier, LAG 21 NRW
Uwe Wötzel, ver.di
und Peter Bednarz, Evangelische Akademie Villigst, Schwerte
Hier das Programm.











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