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Protestaktion vor Berliner Saturn-Markt anlässlich des weltweiten Gedenktages für die Opfer der Selbstmordserie bei Foxconn in China.

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WEED hat heute zusammen mit dem INKOTA-netzwerk und Germanwatch vor dem Saturn-Markt am Alexanderplatz in Berlin mit einer Protestaktion auf die Opfer der Selbstmordserie und die menschenverachtenden Zustände bei dem chinesischen Elektronikhersteller Foxconn hingewiesen.

Zu dem Gedenktag hat die chinesische Arbeitsrechtsorganisation SACOM gemeinsam mit anderen Partnerorganisationen in Hongkong aufgerufen.
Die deutschen NROs bekräftigen auf diese Weise die Kritik und unterstützen die Forderungen von SACOM an Foxconn und Markenfirmen wie Apple, aber auch Sony, Motorola, Hewlett Packard und Nokia. Zu diesen Forderungen gehört:

  • die Überarbeitung der Management-Methoden bei Foxconn mit dem Ziel besserer Arbeitsbedingungen
  • die Reformierung des Handelsmodells der Elektronikindustrie, so dass der globale Unterbietungswettbewerb der Hersteller gestoppt wird
  • die Ermöglichung der Gründung einer demokratisch legitimierten Gewerkschaft bei Foxconn
  • die Bereitstellung eines Existenz sichernden Lohnes, so dass Arbeiterinnen und Arbeiter nicht zur Leistung exzessiver Überstunden gezwungen sind
Saturn als ein Adressat des Protestes gehört wie Media Markt, zu dem deutschen Handelskonzern Metro AG. Die Elektronik-Discounter tragen mit ihrer Beschaffungs- und Marketingstrategie sowie „Preiskampfpolitik“ zu den schlechten Arbeitsbedingungen in der globalen IT-Industrie bei. Zudem wurde ein umfangreiches Joint Venture mit Foxconn angekündigt: Mit der Hilfe von Fox­conn sollen Elektronikmärkte nach dem Vorbild von Media Markt und Saturn in China auf­ge­baut werden. Saturn und Media Markt profitieren also nicht nur von schlechten Arbeitsbedingungen sondern gehen mit Foxconn eine strategische Parnterschaft ein.

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Im Rahmen der Aktion wurden vor dem Eingang des Marktes Kerzen und Blumen als Symbol für die Opfer der Selbstmordserie und als Zeichen der Solidarität mit den ArbeiterInnen niedergelegt. Zudem wurden Flugblätter an die KundInnen verteilt. Die Geschäftsführer des Saturnmarktes, Reiner Schemel und Hagen Resch, zeigten sich gesprächsbereit, wiesen aber eine Mitverantwortung ihres Unternehmens für die Geschehnisse und die Arbeitsbedingungen zurück. Reiner Schemel kündigte jedoch an, die Kritik an die zuständigen Stellen des Unternehmens weiterzuleiten.

Kritische KonsumentInnen können die Proteste unterstützen, indem sie die Online-Petition unterschreiben, die SACOM initiiert hat: http://www.gopetition.com/online/36639.html

Die Pressemitteilung zu der Aktion zum download hier.

 

 


 Diese Website wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union, der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen sowie der Stiftung bridge gestaltet. Die darin vertretenen Standpunkte geben die Ansicht von PC Global wieder und stellen somit in keiner Weise die offizielle Meinung der Europäischen Gemeinschaft dar.

 
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