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Entsorgung

Verschwendung von Ressourcen

Im Jahr 2014 entstanden laut dem Bericht der United Nations University weltweit etwa 41,8 Millionen Tonnen Elektroschrott. Smartphones, Laptops und Drucker machten dabei einen Anteil von 7 % aus. Umgerechnet produzierte ein durchschnittlicher Europäer 15,1 kg Elektroschrott pro Jahr.

Illegale Verschickung in Länder des Globalen Südens: Seit Jahren steigt die Zahl illegal verschickten Elektroschrotts kontinuierlich an, trotz der europäischen Elektro- und Elektronikgeräte-Abfall-Richtlinie (WEEE-Richtlinie), die verbietet, kaputte Elektrogeräte außer Landes zu bringen. Indem die Ware allerdings als gebraucht, aber noch funktionstüchtig in den Zollunterlagen deklariert wird, wird das Verbot mit einfachsten Mitteln umgangen. Dadurch kann die Ware unproblematisch z.B. nach Ghana oder Nigeria verschifft werden. In diesen Ländern landet häufig ein Großteil des illegal verschifften E-Schrottes, was dazu führt, dass dort die größten Elektromüllhalden weltweit unterhalten werden.

Giftige Chemikalien: Die noch funktionsfähigen Geräte oder Elektronikteile werden in den Ländern des Globalen Südens repariert und zur Wiederverwendung verkauft; Geräte die sich nicht wieder herstellen lassen, werden häufig mit bloßen Händen und einfachsten Werkzeugen zerlegt, um an die Wertvollen Rohstoffe zu gelangen. Alles weitere wird auf den Elektromüllhalden entsorgt. Kinder und Frauen sammeln dort übriggebliebene Kabel und ähnliches, um den enthaltenen Kupfer für einige Cents zu verkaufen.

Durch den nicht sachgemäßen Umgang mit den alten Geräten werden sowohl Natur als auch Menschen höchsten Belastungen ausgesetzt: Durch das Herauslösen der Metalle ohne Schutzausrüstung leiden die Menschen auf den Elektromüllkippen an unterschiedlichsten Krankheiten wie z.B. Krebs und oder Atemwegserkrankungen.

Ungenutzte Potenziale: Nur etwa ein Sechstel der Elektrogeräte wird fachgerecht recycelt oder wiederverwendet und das obwohl aus dem IT-Schrott Ressourcen im Wert von 52 Milliarden Dollar gewonnen werden könnten. Etwa 16.500 Kilotonnen Eisen, 1.900 Kilotonnen Kupfer, 300 Tonnen Gold sowie signifikante Anteile an Silber, Aluminium, Palladium und anderen potentiell wiederverwertbaren Stoffe werden somit weltweit jedes Jahr verschwendet. Aber auch gesundheitsgefährdende Gifte wie Quecksilber, Kadmium, Chrom sowie die Ozonschicht schädigende Fluorkohlenwasserstoffe lagern in den Abfällen.

Eine Möglichkeit bieten Unternehmen wie Teqport und Teqcycle an. Sie bieten, hauptsächlich für Unternehmen, einen Komplettservice: von gebrauchten, nicht mehr genutzen Geräten werden die Daten professionell und entgültig gelöscht. Nach Möglichkeit werden die Geräte wieder aufgearbeitet und recycelt. Damit können die Geräte komplett oder die Rohstoffe in den Kreislauf zurückgegeben werden. Weiterhin bietet das Unternehmen Teqcycle auch Sammelboxen für gemeinnützige Organisationen an.

Perspektiven:

  • Recycling von kaputten Geräten in Europa
  • längere Nutzungsdauer und Wiederverwendung von PCs (ReUse) (s. Teyport und Teqcycle)
  • Festlegung einer Fünf-Prozent-Quote zur Regelung des Recyclinganteils in neu hergestellten IT-Produkten
  • Einbindung ökologischer Kriterien in das Produktdesign, wie z.B. ein problemloser Austausch von Batterien und Akkumulatoren durch den Nutzer

 

Zum Weiterlesen:

Stellungnahme der Deutschen Umwelthilfe zur Novellierung des Elektro- und Elektronikgerätegesetz. Stellungnahme online

Bericht: The Global E-Waste Monitor 2014 – Quantities, flows & recources. United Nations University Download PDF

Dokumentarfilm: Behind the Screen. Das Leben meines Computers. Download PDF

Teqport: 2nd LifeCycle Solutions für Unternehmen. Website: www.teqport.com

Teqcycle: B2B Rücknahmeprozesse im Bereich mobile Geräte und Sammelservice für Zivilgesellschaft. Kontakt: Ottfried Fischer Website: www.teqcycle.com

 

 

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