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Veranstaltungen

WEED-Veranstaltung zu Regulierungsansätzen zu Konfliktrohstoffen

Vorträge und Podiumsgespräch zu den bestehenden Ansätzen der Regierungen in den USA, EU und China und deren Auswirkungen

Freitag, den 15.06.2018, 17:00-19:30 Uhr, in Hamburg

Konfliktrohstoffe und die Lieferkettenverantwortung von Unternehmen –Minenarbeiter
Was bewirken die Regulierungsansätze der EU, USA und Chinas?

Smartphones, Computer, Autos, Dosen – täglich nutzen wir Produkte, in denen „Konfliktrohstoffe“ stecken: Rohstoffe, deren Abbau und Handel bewaffnete Gruppen in Konfliktgebieten finanzieren und schwerste Menschenrechtsverletzungen verursachen.
Inzwischen haben mehrere Länder – u.a. die USA, China und die EU, aber auch die betroffenen Länder selbst – zur Problematik der vier Konfliktrohstoffe Coltan, Gold, Zinn und Wolfram Regelungen erlassen. Trotz der gleichen Zielsetzung, Konfliktrohstoffe zu vermeiden, unterscheiden sie sich teilweise erheblich. Welche Auswirkungen – gewünschte und unerwünschte – haben diese Regelungen vor Ort? Welche zusätzlichen Maßnahmen sind notwendig, um die Menschenrechtslage in den Abbauländern zu verbessern? Wie reagieren Hersteller rohstoffreicher Konsumgüter wie Apple oder BMW, aber auch die Zulieferer wie Mineralien- und Metallverarbeiter aus Deutschland? Welche Rolle spielt die Nachfrage aus China als „Werkbank der Welt“?
Auf der Abendveranstaltung „Konfliktrohstoffe und die Lieferkettenverantwortung von Unternehmen“ möchten wir die bestehenden Regulierungsansätze und deren Auswirkungen beleuchten und mit Vertreter/innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft über Herausforderungen, Lösungsansätze und die Konsequenzen für die aktuelle Umsetzung der EU-Verordnung auch in Deutschland diskutieren.

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es einen kleinen Imbiss und Gelegenheit zu Begegnung und vertiefenden Gesprächen.

Unsere Referent/innen:

Dr. Claude Kabemba, Direktor von Southern Africa Resource Watch (SARW). SARW engagiert sich insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo, Sambia und Simbabwe für Menschenrechte und die Mobilisierung von Bergbaugemeinden.

Jannick Saegert, Geschäftsführer von WINS Global Consult. Er hat von 2012 – 2017 in China gelebt und dort u.a. als Experte für die chinesische Bergbau-Außenhandelskammer (CCCMC) federführend an der Entwicklung der chinesischen Leitlinien für verantwortungsvolle mineralische Lieferketten gearbeitet.

Dr. Philip Schütte ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die für die Überprüfung der Einhaltung der EU-Verordnung in Deutschland zuständig sein wird. Herr Schütte forscht zu den Themen Bergbau und Nachhaltigkeit und ist in der fachlichen Koordination der Entwicklungszusammenarbeit der BGR in Zentralafrika engagiert. Von 2010 bis 2015 leitete er in Ruanda und Burundi ein Projekt zur Einführung eines Zertifizierungssystems für Konfliktrohstoffe.

Johanna Sydow ist Referentin für Ressourcenpolitik und IT-Branche bei Germanwatch und hat sich zusammen mit dem AK Rohstoffe in Brüssel für verbindliche Regelungen im Bereich Konfliktmineralien eingesetzt. Sie hat zu den sozialen Auswirkungen von groß- und kleintechnischem Bergbau in Ghana und Peru geforscht.

Annelie Evermann ist Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte bei WEED und arbeitet seit 2012 zur Lieferkettenverantwortung von IT-Herstellern und Auswirkungen von freiwilligen und verbindlichen Ansätzen.

Ort: GLS-Filiale, Düsternstraße 10, 20355 Hamburg (Wegbeschreibung hier: www.gls.de/media/PDF/Broschueren/GLS_Bank/Standorte/weg_filiale_hamburg.pdf). Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei.

Datum: Freitag, 15. Juni 2018, 17:00 – 19:30 Uhr

Veranstaltungssprachen sind Deutsch und Englisch (Simultanübersetzung steht zur Verfügung). Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Um Anmeldung wird gebeten (Kontakt: annelie.evermann@weed-online.org; Tel. 030-280 41 811).


“Global Justice and New Technologies:

Is the increasing need of raw materials a blessing or a curse for the exporting countries?”

Vortrag und Diskussion mit Dr. Claude Kabemba

Am 16. Juni 2018, Berlin; 16:30 Uhr

Braustube im Berlin Global Village (BGV), Am Sudhaus 2, 12053 Berlin

Dr Claude KabembaClaude Kabemba ist Direktor von SARW (Southern Africa Resource Watch). Seine Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen Forschung und Interessenvertretung sind die politische Ökonomie Sub-Sahara-Afrikas mit einem Fokus auf Demokratisierung, Verwaltung natürlicher Ressourcen, Konfliktlösung und Außenpolitik im Südlichen und Zentralafrika. Die Arbeit von SARW konzentriert sich auf die Entwicklung im Bergbau im Bereich Wirtschaft und Menschrechten, Ertragsmanagement, Verknüpfung mit anderen Wirtschaftsbereichen, CSR und der Mobilisierung von Bergbaugemeinden. SARW ist in allen Ländern des Südlichen Afrikas präsent mit einer starken Präsenz in der DRC, Sambia und Simbabwe. Dr. Kabemba wird regelmäßig von lokalen und internationalen Medien kontaktiert, um politische und soziale Fragen auf dem Kontinent zu kommentieren.

Claude Kabemba is the Director of the Southern Africa Resource Watch (SARW). Dr.  Kabemba’s main areas of research and advocacy interest include the political economy of Sub Saharan Africa, with focus on democratization, natural resource governance, and foreign policy in Southern and Central Africa. SARW’s work focuses on mining development looking at business and human rights, revenue management, mineral linkages, Corporate Social Responsibility, and mining community mobilization. SARW operates in all SADC countries with a strong presence in the Democratic Republic of Congo, Zambia and Zimbabwe. Dr. Kabemba is regularly approached by both local and international media for comments on political and social issues on the continent.

Vortrag und Diskussion sind auf Englisch.

Um eine Anmeldung wird gebeten an verwaltung@weed-online.org.


 

IT-Fachkonferenz 2018

6. Bundesweite Fachkonferenz für sozial verantwortliche IT-Beschaffung

Am 21./22. Juni 2018 in Stuttgart

Ausbeuterische Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen kommen in der Produktion von Informations- und Kommunikationstechnologie verbreitet vor. Gleichzeitig gibt es erste Ansätze, die Wertschöpfungskette sozial verantwortlich zu gestalten. Diese Ansätze können durch die öffentliche Hand wirksam unterstützt werden, indem sie bei ihrer Beschaffung darauf achtet, dass soziale Mindeststandards und Menschenrechte eingehalten werden.

Die Fachkonferenz wendet sich an AkteurInnen des öffentlichen Beschaffungswesens, der Landes- und Kommunalpolitik, von NGOs, Kirchen und IT-Unternehmen. Sie lädt ein zum Erfahrungsaustausch und zum Dialog, wie die öffentliche Hand mit ihrem Einkauf zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen IT-Industrie beitragen kann. Die Konferenz wird von WEED zusammen mit Werkstatt Ökonomie e.V. (WÖK) und dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) e.V. organisiert.

Ein Schwerpunkt liegt diesmal erstmalig bei der Rohstoffförderung. Für Beschaffungsverantwortliche galt es bislang als unmöglich, die soziale Situation ganz am Anfang der Lieferkette zu berücksichtigen. Doch durch die Fortentwicklung von Unternehmensinitiativen, die durch den US-amerikanischen Dodd-Frank Act angestoßen wurden, sowie durch die neue EU-Verordnung zu Konfliktrohstoffen tun sich sukzessive bessere Möglichkeiten auf, auch die Rohstoffförderung in öffentliche Ausschreibungen mit einzubeziehen.

Weitere Informationen: www.faire-beschaffung.de

Ansprechpartnerin: Annelie Evermann

 

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