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Fairer Konsum

ErmittlerinBerichte über Dumpinglöhne und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von IT-Produkten häufen sich. Ebenso wie Meldungen über den andauernden Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo, die sich aus dem Verkauf seltener Metalle wie Coltan, Cobalt und Kassiterit (mit)finanziert. Wer als Verbraucher jedoch IT-Produkte kaufen will, die „fair“ hergestellt sind, hat es schwer. Denn hundertprozentig fair produzierte IT-Produkte gibt es leider (noch) nicht.

Trotzdem gibt es bei der Anschaffung von IT-Produkten Orientierungshilfen und Handlungsempfehlungen für KäuferInnen.

Faire Produkte

So haben sich in den letzten Jahren zwei Unternehmen gegründet, die versuchen, eine Wende in der bisherigen IT-Produktion einzuleiten: Nager IT, das die derzeit fairste Computermaus anbietet, und Fairphone , das seit Dezember 2015 das zweite Modell eines möglichst fair produzierten Smartphones anbietet.

Auch das IT-Zertifikat TCO  kann beim Kauf als Orientierung dienen. Seit 2009 schließen die Gütekriterien des Siegels nicht nur umfangreiche Umweltvorschriften, sondern auch soziale Standards zur Bewertung der Produkte mit ein. Zwar kritisieren WEED und andere NGOs die mangelnde Tiefe der Lieferkettenüberprüfung , dennoch ist es derzeit das einzige Zertifikat, das ein Mindestmaß an sozialen Standards garantiert.

Rankings

Zum Vergleich kommerzieller IT-Hersteller haben Organisationen wie Rank a Brand, Brot für die Welt & Fastenopfer oder Greenpeace versucht in verschiedenen Rankings Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und Sozialverträglichkeit verschiedener IT-Hersteller zu bewerten. Allerdings sind die Rankings sehr vereinfachte Übersichten und wurden meist aufgrund unzureichender Daten erstellt. Eine gute Auflistung der bestehenden Rankings bietet der folgende Blog Faire Computer.

Reparatur und Gebrauchtkauf

Um Ressourcen zu schonen, kann man jedoch auch auf gebrauchte IT-Produkte zurückgreifen. Mittlerweile gibt es viele (Online-)Anbieter, die gebrauchte Notebooks und Smartphone überholen und KäuferInnen bis zu zwei Jahren Garantie geben. Eine Liste mit Anbietern findet sich unter folgendem Link: www.reuse-computer.org .

Eine weitere Möglichkeit ist die Reparatur des alten Gerätes. Auch hier hilft die Übersicht von reuse.org mit einer Liste zertifizierter Unternehmen weiter.

In vielen Städten Deutschlands gibt es mittlerweile auch Repair Cafés, in denen man das defekte Gerät selbst reparieren kann und bei Bedarf kostenfreie Anleitung von Fachleuten bekommt.

Entsorgung

e-waste-952438_1920Bei der Entsorgung alter Geräte sollte zunächst überlegt werden, ob man das (noch funktionstüchtige) Gerät spenden will. Bei wirklich defekten Geräten ist auf eine fachgerechte Entsorgung zu achten. Alte Handys können bspw. an den NABU oder die deutsche Umwelthilfe abgegeben werden. Verwertbare Einzelteile werden ausgebaut und die wertvollen Metalle umweltschonend recycelt. Die Erlöse fließen in soziale Projekte und den Umweltschutz.

Seit Oktober 2015 sind Vertreiber und Hersteller von Elektronikprodukten nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetzes mit wenigen Ausnahmen dazu verpflichtet, Altgeräte zurückzunehmen. Defekte IT-Produkte können außerdem bei kommunalen Sammelstellen fachgerecht und kostenlos entsorgt werden. (hier geht es zu Links zum Spenden und Entsorgen von IT-Produkten).

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